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Hilflosigkeit - Bi-Frauen und Partner gefragt!!! (Unsortiert)

Paradiesquelle @, 14806 Bad Belzig, Dienstag, 06. Mai 2014, 18:40 (vor 1239 Tagen) @ Martin

Hallo Martin

danke das du dich so offen zeigst. Ich glaube solch eine Situation, wie du sie beschreibst lässt sich nur schwer kürzer fassen.

Für mich wirft sie die Frage auf, ob du darunter leidest, das deine Frau auch noch eine andere Frau liebt? Oder ob die größeren Probleme nicht die Heimlichkeit damit und deine "innere Weltanschauung" ist, wie Liebe & Beziehung zu sein hat. Den die Heftigkeit entsteht ja nicht dadurch, das deine Frau liebt, sondern was dein Verstand daraus kreiert.
Während die Liebschaft noch heimlich war, hattet ihr ja noch (guten) Sex, der endete ja erst als du es heraus fandest und damit nicht klar kamst.

Nehmen wir an, wir würden in einer Welt leben, wo es völlig normal ist, das Menschen ihre Liebe in all ihrer Form in die Welt bringen können/dürfen. Also würden die einem im Zölibath leben // manche würden eine Partnerschaft führen, andere zwei oder drei // es gebe Menschen die hauptsächlich Freundschaft+ leben würden // manche wären promisk unterwegs // dem einen und anderen gefällt es mehrere Liebesbeziehungen in unterschiedlichster Intensivität zu führen // das "Geschlecht" würde nicht mehr so wichtig sein, der Mensch mehr in der Vordergrund treten // es täten sich zwei oder mehrere zusammen um Elternschaft zu "kreieren" // die individuellen Liebesbedürfnisse müssten nicht mehr von einer Person erfüllt werden // es gäbe Trios, Duetts oder ... // manches ODER könnte durch ein UND ersetzt werden // ... // jeder lebt sein individuelles Liebesverhältnis so offen und ehrlich wie er/sie es kann.

Dann gebe es das Problem mit dem "betrogen" sein nicht mehr. Die eigene Welt würde nicht so dramatisch zusammen brechen, wenn der/die Geliebte auch einen anderen Menschen liebt; sondern ich könnte mich hier an der Mitfreude - das ein von mir geliebter Mensch nun noch mehr liebt - erfreuen. Ich könnte ganz und gar mir treu bleiben (müsste hier keine faulen Kompromisse eingehen). Der Partner muss nicht all meine Bedürfnisse erfüllen oder ich darauf verzichten.

Noch sind wir nicht dort, doch diese Vision hilft mir immer wieder wenn ich in die persönliche Enge komme meine Kraft darauf aus zu richten, mich in diesen Zustand zu initieren, wo ich wahrhaftig lieben (= das Beste für den Anderen zu wollen) kann. Wo ich nicht begrenzt bin durch Moral/Ethik/gesellschaftliche Vorgaben und eine bestimmte Rolle/Norm meine erfüllen zu müssen. Wo meine Gefühle sein dürfen (auch dann wenn es keine Erwiderung gibt) und ich meine Freude/Liebe mit all deinen teilen kann, die mir nahe stehen.


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