Bin ich ...? (Unsortiert)

Ganymed @, DA-DI, Donnerstag, 27. April 2017, 07:49 (vor 152 Tagen) @ Jens

Hallo Ihr beiden,

Ja, da ist was dran. Ich bin erst vor ein paar Monaten darauf gestoßen, dass ich bi sein muss. (Bin immerhin schon 52) Das war, als ich mein Leben Revue passieren ließ. Ich fand z.B. schon immer einige Männer sexuell sehr attraktiv. Konnte meine Freunde/Kameraden nicht verstehen, die auf nackte Frauen oder "Titten" standen. Ich suchte lange eine Freundin, hielt mich für hetero. War immer unglücklich verliebt. Wahrscheinlich "extra", da ich wohl immer auf Frauen stand, die mich per Körperhaltung schon ablehnten. Frauen, die auf mich standen, lehnte ich dann ab. Wäre ja auch zu einfach gewesen..
Die einzelnen Begegnungen mit Männern, lehnte ich aus Angst vor Homosexualität ab. So baute ich eine einseitige Scheuklappe auf, um meine eigene Homosexualität nicht wahrnehmen zu müssen.
Mit 29 hatte ich mich dann mit einer jungen Frau eingelassen. Die Beziehung ging schnell in die Brüche (ein Jahr). Danach eine Amerikanerin (ich war ja zeitlich begrenzt in den USA, daher konnte das zeitlich auch begrenzt werden. Beziehung lief ganz nett). Dann setzte ich mit 35 den Plan in die Tat um, eine Ehefrau zu finden. Das klappte, habe nun 2 Kinder und lebe spießig (Oberfläche).
Seit dem ich die Scheuklappe weg habe und die "große, weite Welt" sehe, merke ich, dass ich vor attraktiven Männern nicht mehr weglaufe, sondern auf sie interessiert zugehe. Das braucht weniger Energie!
Hier in der Bine habe ich auch jemanden getroffen. Wir tauschten uns aus, hatten sogar Sex. Siehe da, es gefiel mir! Ich fühle, dass ich diese Seite laufen lassen muss und brauche. Ich fühle mich sehr viel besser. Bin fröhlicher, ausgeglichener, gehe stärker in Kontakt. Bin sogar weicher und herzlicher zu meiner Frau. Fingernägel-Knabbern hat ein plötzliches Ende gefunden. Bin ganz geworden - und stolz darauf!

Liebe Grüße
Martin


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