Frage an Bi-Männer in fester monogamer Partnerschaft (Unsortiert)

Ganymed @, DA-DI, Montag, 07. August 2017, 11:46 (vor 104 Tagen) @ Sommer

Hallo Sommer,

Eine interessante Frage. Ich glaube, es sind die meisten bi-Männer, die ihr Bedürfnis geheim ausleben. So lange ich abgelenkt war durch das Aufwachsen meiner Kinder, und meine Frau mir Liebe und Zärtlichkeit geben konnte, war mein Bedürfnis nach Homosexualität nicht groß. Es war lediglich ein wenig Neugier vorhanden, und eine gewisse Spannung und Kribbeln bei attraktiven Männern. Das war es schon immer. Mein ganzes Leben lang, seit ich etwa 13 war.
Das hat sich geändert, als ich für mich definierte, dass dies ja die Anzeichen von Bisexualität sind und ich über die BiNe Kontakte suchte, weil ich mehr wissen wollte und auch jemanden fand.
Ich entdeckte dann, dass es diese Zärtlichkeit war, diese Seite, die ich schon immer vermisste und die mir so unsäglich gut tut. Ich mag ihn total gern. Wie lange das nun gehen wird ist mir unklar. Ich treffe mich selten mit ihm, wenn, dann ist es feurig, interessant geradezu märchenhaft und liebevoll. Und es entwickelt und ändert sich. Eine Entdeckung, die ich für mein Leben nicht missen wollte. Es geht mir eigentlich nicht initial um Sex, sondern um die Nähe, die Zärtlichkeit mit einem gleichgeschlechtlichen Partner. Ich bin dafür sehr dankbar. Mein Partner und ich auch denken sogar, dass der Sex mit einer Frau sogar besser und schöner ist. Dennoch ist die Andersartigkeit so interessant und man will es ausprobieren und einige Facetten auch beibehalten.

Mein Coming-Out ist verschoben, da ich Angst habe, ansonsten übermäßig kontrolliert zu werden. Diese seltenen Treffen nun aufzugeben würde mich traurig machen. So bin ich voller Elan und glücklich. Es ist eben die "andere Seite", die nun auch angesprochen ist. Das komplettiert mich.

Liebe Grüße


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