Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund (Bi-Gruppen)

Kirsten @, Dortmund, Samstag, 26. März 2011, 22:44 (vor 2429 Tagen)

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe
Bi-Frau: Leben mit der Bisexualität
Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Eine anonyme Selbsthilfegruppe "Bi-Frau: Leben mit der Bisexualität" soll neu aufgebaut werden.

Bisexuelle Frauen werden oft als unentschlossen in Bezug auf ihre sexuelle Orientierung bezeichnet. Nicht selten kommt es zu Anfeindungen, was Bi-Frauen sehr belasten kann.
Wie geht Frau selber mit ihrer eigenen Bisexualität um? Lebt sie diese aus oder verdrängt sie es aus Scham lieber ihr Leben lang?
Ein Doppelleben schein oft der einzige Ausweg zu sein.

Die Initiatorin der Selbsthilfegruppe sucht gleich betroffene Frauen, mit
denen sie sich in geschütztem Rahmen vertrauensvoll austauschen kann. Von
Bedeutung sollen Themen sein wie Partnerprobleme, das Leben in einer
Doppelbeziehung, Frauen mit Familie.

Angesprochen sind bisexuelle Frauen und Frauen in der Coming-Out-Phase jeden Alters. Keine Partnervermittlung!

Angedacht sind zwei Treffen pro Monat am späten Nachmittag.

Anmeldung und weitere Informationen:

Selbsthilfe-Kontaktstelle Dortmund
Friedensplatz 8
44135 Dortmund
Tel.: 0231-529097
Fax: 0231-520 90
E-Mail: selbsthilfe-dortmund@paritaet-nrw.org

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Kommentar, Sonntag, 27. März 2011, 11:03 (vor 2429 Tagen) @ Kirsten

Hallo!

Grundsätzlich sind Gruppen Gleichgesinnter ja eine gute Sache, aber ich finde, die Terminologie irgendwie unschön. Worte wie "Selbsthilfegruppe" und "Betroffene" klingen für mich eher nach Krankheit und Leiden. Klar, wir Bis haben es manchmal nicht einfach, doch gehen wir selbstbewußt unseren Weg und fühlen uns (in der Regel) ja mit unserer Sexualität wohl. Nur das Umfeld macht es uns schwer, nicht wir selbst. Ich finde, man sollte derartige Gruppen weniger mit "Hilfe", "Betroffenheit" u.ä. Termini belegen. Ein schlichtes "Bi-Gruppe" klingt gleich ganz anders als "Selbsthilfegruppe Bisexueller" o.ä., meint ihr nicht?

die Kommentatorin

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Kirsten @, Dortmund, Sonntag, 27. März 2011, 20:39 (vor 2429 Tagen) @ Kommentar

Ich gehe erst ein Jahr meinen Weg mit der Bisexualität, über 20 Jahre habe ich es für meine Familie verdrängt. Schwere psychosomatische Beschwerden waren die Folge.
Ich muß mich erst mal aus diesem Loch heraus holen, lerne erstmal mit dieser Situation selbstbewußt umzugehen.
Es gibt bestimmt einige Bi Frauen, denen es ähnlich geht.

Ich möchte wirklich mit dieser Gruppe diese BiFrauen aus ihrer Isolation mit heraus helfen. Sie sollen vertraulich über alles sprechen können,in einem seriösen Rahmen, was sie in Bezug auf ihrer Bisexualität belastet.

Vieleicht findet man dann auch gemeinsame Lösungswege, durch einen guten Erfahrungsaustausch. In dem eigenen familiären Umfeld ist das nicht immer so gut möglich.Hilfe zur Selbsthilfe, wie komme ich mit meiner Bisexualität am Besten zurecht.

Wenn alles gut läuft, geht man ja dann auch eher zum Bistammtisch, den ich beizeiten übrigens auch gründen werde, aber soweit bin ich noch nicht :-).

LG Kirsten

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Werner10 @, Montag, 28. März 2011, 17:47 (vor 2428 Tagen) @ Kommentar

Warum wird von der Kommentatorin der Begriff " Selbsthilfe" so unrichtig und mit Vorurteil behaftet niedergemacht.
Es gibt Selbsthilfegruppen nicht nur im Gesundheitlichen Bereich. In München gibt es über 11.000 Selbsthilfegruppen von der Bürgerinitiative bis zur Muttergruppe, von sozialen Bereich bis Gesundheit.
Wer so vorschnell und abwertend von Selbsthilfe und Betroffenheit schreibt, zeigt wo die Grenze seines Verstandes ist und wie schnell hier diskriminiert wird.:-(

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Kommentatorin, Montag, 28. März 2011, 20:58 (vor 2428 Tagen) @ Werner10

Wenn du von Grenze (m)eines Verstandes sprichst, dann bist du als Erster hier persönlich geworden, nicht ich. So viel zum Thema Diskriminierung und die Möglichkeit, hier frei die Meinung zu äußern. Ich habe lediglich mitgeteilt, womit ich die Termini assoziiere und dass diese Worte für mich einen negativen Beigeschmack haben. Selbsthilfe an sich ist eine gute Sache, nur überlege ich eben, wie es nach außen rüberkommt, wenn man diese auch so benennt. Es ist eine rein sprachliche Geschichte, was ich hier kritisiere, doch nicht die Hilfe an sich! Ich bitte, hier etwas feiner zu differenzieren.

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Frank (Mod), Donnerstag, 07. April 2011, 11:20 (vor 2418 Tagen) @ Kommentatorin

Ich stimme hier der Kommentatorin zu .... zum einen wollte sie es nicht "runtermachen". Zum anderen habe ich auch eher eine negative Assoziation mit diesem WORT.
Natürlich kann man versuchen, diesem Wort einfach eine neue (oder alte?) Bedeutung zukommen zu lassen ... und man benennt es um.

Dennoch scheint es Kirsten tatsächlich eher um eine Selbsthilfegruppe, als um einen Stammtisch zu gehen.

Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass da was ganz Tolles draus wird!

Bei Fragen oder Unterstützungsgesuchen könnt Ihr mich ansprechen - vielleicht kann ich da als BiNe-Mod und Gruppenlisten-Verwalter und selbst Stammtisch-Leiter in Hamburg helfen!?

www.bigaystammtisch.de

Neuaufbau einer Selbsthilfegruppe in Dortmund

Kirsten @, Dortmund, Sonntag, 10. April 2011, 18:28 (vor 2415 Tagen) @ Frank (Mod)

Ja ganz lieben Dank.

Mir geht es wirklich um eine Selbsthilfegruppe, für Bi Frauen, die sich momentan dort am Besten aufgehoben fühlen.

Bi Frauen, bei denen alles in Ordnung ist, ziehen wohl dementsprechend lieber einen Bi Stammtisch vor, den ich aber nicht meine.

Die Selbsthilfegruppe soll ganz bewußt auch so verstanden werden.Es geht um mögliche Problemlösungen und das ist auch für die Frauen wohl anfangs belastend, aber ich hoffe diese Gruppe hilft nach einigen Gesprächen unter Gleichgesinnten den richtigen Weg zu finden und dann auch zu begleiten.

Lieben Dank für die Unterstützung

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